Statt Kult nur noch billig!

Niedergang der US-Modeketten – Statt sexy und Kult nur noch billig! Ist das das Ende? GAP, American Apparel oder J.Crew haben in den 90ern die Jugendkultur in den USA geprägt. Doch seit Jahren geht es bergab. Massenentlassungen, Filialsterben und ein Run auf  Billig-Läden sind die Folge.

Einst waren sie Kult, heute schwächeln viele große Namen: Modelabels in den USA befinden sich in der Krise. Die Gegenmaßnahmen bringen nicht immer den gewünschten Erfolg. Das Beispiel des Kult-Labels Abercrombie & Fitch zeigt, wie schnelllebig das Geschäft mit Klamotten ist. Vor kurzem noch angesagt, verkommt manche Marke allmählich zur Ramschware. Auch J.Crew macht jetzt auf ganz billig: Am Freitag verkündete die frühere Exklusiv-Modekette in den USA die Eröffnung einer Billigkette namens „J.Crew Mercantile“ für „preisbewusste“ Kunden. Die Modekette durchlebt ebenso wie  Abercrombie&Fitch derzeit eine Phase, die nahezu alle Modemarken mitmachen müssen – A&F hat seinen Status als „In“-Marke verloren. Das zeigen die zunehmend leeren Läden, vor allem aber die Verkaufszahlen. Das kommt zu den ohnehin schon vorhandenen „Outlet-Stores“, die die Artikel der Vorsaison verramschen. Strategie oder Untergang? Die Meinungen sind geteilt. Aber für Branchenexperten ist die hemmungslose Expansion in jede erdenkliche Vertriebsform, um auf allen Preisebenen konkurrieren zu können, schlicht der „Todeskuss“ für Premiummarken. Das Schicksal habe schon Marken wie Tommy Hilfiger ereilt und droht Nobelmarken wie Michael Kors, die überall ihre Finger drin haben wollen.

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